«Wir gestalten unsere Zukunft nach den Erkenntnissen aus der Vergangenheit.» Thomas Hobbes (1588- 1679)

Entstehung des Quali-Tools

In der Schweiz existiert in keinem Kanton eine gesetzliche Verpflichtung für die Gemeinden, offene Kinder- und Jugendarbeit anzubieten. Zudem gibt es bislang nur wenige Standards oder erprobte Vorgehensweisen, wie gute offene Kinder- und Jugendarbeit realisiert werden kann. So verfügen viele Gemeinden über mehr oder weniger zahlreiche und sehr unterschiedliche Grundlagen (z. B. Gemeinde-Leitbild, Konzept Jugendarbeit, Betriebskonzept Jugendhaus usw.), setzen die Jugendarbeit unterschiedlich um (z. B. Vorgaben, wie Jahresziele definiert werden, wie die erbrachten Leistungen erfasst werden sollen, wie viele Ressourcen zur Verfügung gestellt werden usw.) und definieren eigene Ziele und entsprechende Leistungen.

Der Dachverband offene Kinder- und Jugendarbeit (DOJ) hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, ein Instrument zu entwickeln, welches die in den Gemeinden tätigen Kinder- und Jugendarbeitenden und deren Arbeitgebende bei der Qualitätsentwicklung und -sicherung unterstützt und für alle Gemeinden anwendbar ist.

In einem ersten Schritt wurde 2011/2012 in Zusammenarbeit mit  der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit und unter Einbezug von Kinder- und Jugendarbeitenden und Jugendlichen eine erste Fassung möglicher Qualitätsmerkmale für die offene Kinder- und Jugendarbeit entwickelt. Anschliessend lancierte der DOJ im Jahr 2013 ein Projekt mit dem Ziel, ein praxisnahes Arbeitsinstrument zu schaffen, welches in erster Linie die Kinder- und Jugendarbeitenden und deren Arbeitgebende bei der Qualitätsentwicklung und -sicherung unterstützt.

Für die Umsetzung dieses Projekts bis 2016 wurde INTERFACE Politikstudien Forschung Beratung GmbH beauftragt. Die Projektleitung hatte Alexandra La Mantia inne.

Die Entwicklung des Instruments (Quali-Tool) wurde von einer Arbeitsgruppe begleitet. Ein Prototyp des Quali-Tools wurde erstens im Jahr 2014 während rund fünf Monaten von den drei Pilotgemeinden Flims GR, Ostermundigen BE sowie Stadt Luzern getestet und zweitens mit weiteren Fachpersonen anlässlich eines Workshop (12. März 2015) mit rund 60 Teilnehmenden besprochen. Die Erkenntnisse daraus führten zur Erstellung dieser Webseite und zum Leitfaden, der als gedruckte Broschüre hergestellt wurde. Der Vorstand des DOJ genehmigte den Leitfaden und die Veröffentlichung der Website im Winter 2015/2016.

Mitglieder der Arbeitsgruppe

Folgende Personen haben in der Arbeitsgruppe, welche zuständig für die inhaltliche Entwicklung des Quali-Tools war, mitgewirkt:

  • Roger Häfeli, Pilotgemeinde Stadt Luzern, Bereichsleiter Freizeit und Quartierarbeit, Abteilung Kinder Jugend Familie
  • Barbara Willener, Pilotgemeinde Ostermundigen/Stettlen/ Vechigen, Jugendarbeiterin
  • Fabienne Schöb, Pilotgemeinde Flims, Jugendarbeiterin und Schulsozialarbeiterin
  • Peter Stade, Dozent und Projektleiter, Hochschule Luzern – Soziale Arbeit
  • David Pfulg, Leiter der Fachstelle jugend.gr, Dachverband Kinder- und Jugendförderung Graubünden
  • Albrecht Schönbucher, Geschäftsführer JuAR Basel

Eine weitere Gruppe, die so genannte Strategiegruppe, beschäftigte sich mit Fragen zur Implementierung des Instruments. Es wurden Massnahmen konzipiert, die darauf abzielen, dass das Instrument nachhaltig von möglichst vielen Gemeinden/Institutionen genutzt wird.

Mitglieder der Strategiegruppe

Folgende Personen haben in der Strategiegruppe, die für die nachhaltige Implementierung des Quali -Tools zuständig war, mitgearbeitet:

  • Gaston Baumann, Pilotgemeinde Ostermundigen/Stettlen/ Vechigen, Dienststellenleiter Offene Kinder- und Jugendarbeit
  • Monika Glück, Pilotgemeinde Flims, Gemeindeschreiberin Stv
  • Roger Häfeli, Pilotgemeinde Stadt Luzern, Bereichsleiter Freizeit und Quartierarbeit, Abteilung Kinder Jugend Familie
  • Sara Martin, Kanton Luzern, Fachspezialistin Dienststelle Soziales und Gesellschaft, Fachstelle Gesellschaftsfragen, Bereich Kind – Jugend – Familie
  • Jonathan Gimmel, Kanton Bern, Präsident Verband offene Kinder- und Jugendarbeit Kanton Bern voja
  • Thomas Leisinger, Kanton Graubünden, Leiter Familie, Kinder und Jugendliche, Kantonales Sozialamt Graubünden
  • Michael Giger, Evangelisch-reformierte Kirche/Diakonats- konferenz/KOJU, Beauftragter Jugend/Erlebnisprogramme, Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons St.Gallen
  • Andrea Meier, Katholische Kirche/Verein Deutschschweizer Jugendseelsorger/-innen Juseso, Leiterin Fachstelle Jugend, Katholische Kirche Region Bern
  • Reto Lindegger, Schweizerischer Gemeindeverband, Direktor
  • Manuel Fuchs, DOJ-Vorstand, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut Kinder- und Jugendhilfe der Hochschule für Soziale Arbeit, Fachhochschule Nordwestschweiz